Climate Tech Investments

Alarmierende Aussichten: Climate Tech Investitionen gehen zweites Jahr in Folge zurück!

In der aktuellen State of Climate Tech 2023-Studie der renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC offenbart sich ein besorgniserregender Trend: Investitionen in Klimatechnologien sind auf ein Fünfjahrestief gesunken. Die Finanzierung von Startups im Bereich der Klimabekämpfung ist im Vergleich zum Vorjahr um erschreckende 40,5 % geschrumpft. Dies könnte sich als verheerend für die Bewältigung der Klimakrise erweisen.

Die Analyse von über 32.000 Transaktionen mit Beteiligung von mehr als 8.000 Klima-Startups verdeutlicht, dass dringendes Handeln erforderlich ist. Die Finanzierungslücke in emissionsstarken Sektoren bleibt bestehen und hat negative Auswirkungen auf die Dekarbonisierung. Insbesondere Sektoren wie „Lebensmittel, Landwirtschaft und Landnutzung“ leiden unter erheblichen Defiziten in der Anschubfinanzierung.

Ein Hoffnungsschimmer ist der positive Trend bei Investitionen in Startups, die sich auf die Dekarbonisierung von Industrieunternehmen konzentrieren. Trotzdem sind weitere Maßnahmen notwendig, um die Lücken in der Finanzierung zu schließen und den Kampf gegen den Klimawandel zu intensivieren.

Die Untersuchung zeigt auch regionale Unterschiede bei den Investitionstrends auf. In den finanzierungsstarken Regionen wie Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik und China suchen Investoren vermehrt nach neuen Wegen. Dabei zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Finanzierung im Mobilitätssektor in Nordamerika und China. In Deutschland hingegen flossen seit 2013 rund 50 % aller Climate-Tech-Investitionen in den Mobilitätssektor, während der Energiesektor erst in diesem Jahr mit 35,5 % am stärksten profitierte.

Ein weiteres alarmierendes Signal ist der drastische Einbruch bei Early-Stage-Deals. Während diese in den Jahren 2018 und 2019 noch mehr als zwei Drittel aller Climate-Tech-Investitionen ausmachten, ist ihr Anteil in diesem Jahr auf weniger als die Hälfte gesunken. Dieser Rückgang bei der Frühphasenfinanzierung bremst die Skalierung wichtiger Klimatechnologien erheblich.

Trotz des rückläufigen Investitionsvolumens betonen viele befragte Investoren, dass der Markt weiterhin großes Potenzial birgt. Die Empfehlung lautet jedoch, sich nicht von Hypes und Trends ablenken zu lassen, sondern sich auf die fundamentalen, unternehmerischen Qualitäten zu konzentrieren. Einige sehen den aktuellen Rückgang als mögliche Erholung von der übertriebenen Euphorie der letzten Jahre und somit als Chance für antizyklische Investitionen.

In Anbetracht des Innovationsbedarfs im Bereich der Klimatechnologien, insbesondere in emissionsintensiven Sektoren, wird deutlich, dass die Finanzierung von Startups unerlässlich ist. Es bedarf nicht nur Risikokapital, sondern auch Wachstumskapital, um den schnellen Ausbau von Klimatechnologielösungen in großem Maßstab zu ermöglichen. Experten warnen, dass ohne eine erhebliche Steigerung der Investitionen die drängenden Herausforderungen der Klimakrise nicht bewältigt werden können.

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