Klima-Kollekte

Klima-Kollekte berechnet kostenlos Emissionen von Personen und Unternehmen und berät zu Reduktionsmöglichkeiten. Verbleibende Emissionen können über Projekte der Klima-Kollekte im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz ausgeglichen werden. Die unabhängige Stiftung Warentest hat in der Anfang 2018 erschienenen Untersuchung „Freiwillige CO2-Kompensation“ die Klima-Kollekte mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“ ausgezeichnet. Die Projekte sind für die lokale Bevölkerung in Ländern des globalen Südens entwickelt und mindern Armut vor Ort, in dem sie Frauen stärken, Gesundheit schützen und Perspektiven ermöglichen – zudem verringern sie den CO2 -Ausstoß und schützen so das Klima.

Kategorie: CO₂ Kompensation
Webseite: https://klima-kollekte.de/

Klima-Kollekte Webseite
Klima-Kollekte

 

Interview mit Sina Brod, Geschäftsführerin der Klima-Kollekte
Seit wann gibt es Klima-Kollekte?
Die Klima-Kollekte ist eine gemeinnützige GmbH, die im Jahr 2011 gegründet wurde. Die Gesellschafterhäuser der Klima-Kollekte sind Brot für die Welt, der Deutsche Caritasverband e.V., die Evangelische Kirche in Deutschland, das Schweizer Hilfswerk Fastenopfer, die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e. V., HORIZONT3000, das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR, Mission EineWelt – Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die Vereinte Evangelische Mission sowie das Zentrum für Mission und Ökumene – nordkirche weltweit.
 
Was bietet Klima-Kollekte?
Die Klima-Kollekte ist ein CO2 –Kompensationsfonds, über den jeder Mensch, jede Organisation, jede Gemeinde sowie jedes Unternehmen, start-ups oder Behörden, unvermeidliche Emissionen aus Strom- und Wärmenergie, Reisen sowie Papier- und Druckerzeugnissen kompensieren kann. Die Ausgleichszahlungen werden gezielt in Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländer investiert und mindern Armut vor Ort, indem sie Frauen stärken, Gesundheit schützen und Perspektiven ermöglichen – zudem verringern sie den CO2 -Ausstoß und schützen so das Klima. Der Ausgleich von CO2 -Emissionen geschieht dabei durch Klimaschutzprojekte kirchlicher Organisationen oder ihrer PartnerInnen.
 
Wie hilft Klima-Kollekte bei der Reduzierung von THG / CO₂
Viele unserer Aktivitäten sind mit dem Ausstoß von Treibhausgasen verbunden. Ob beim Heizen und Staubsaugen zu Hause oder unterwegs mit Flugzeug, Auto oder Bahn. Natürlich bieten umweltfreundliche Verkehrsmittel wie die Bahn, der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter oder der Einbau einer neuen Heizung große Potenziale, CO2-Emissionen zu senken. Trotzdem werden immer Emissionen übrigbleiben, die nicht eingespart oder weggelassen werden können und die zum Klimawandel beitragen. Um den Schaden für das Klima so gering wie möglich zu halten, können Sie den unvermeidbaren Ausstoß klimaschädlicher Gase ausgleichen. Hier setzt das Angebot der Klima-Kollekte an: Mithilfe des CO2-Rechners, den Sie auf unserer Website finden, lässt sich für die verschiedenen Bereiche Heizen, Strom, Mobilität und Papierverbrauch sowie Veranstaltungen feststellen, welcher Ausstoß an Klimagasen verursacht wurde. Dafür zahlen Sie freiwillig den errechneten Betrag. So viel, dass damit die Treibhausgase an anderer Stelle vermieden werden können. Das Geld wird in Klimaschutzprojekte in den Ländern des Globalen Südens investiert, um dort Treibhausgase einzusparen. Die Projekte der Klima-Kollekte folgen hohen ökologischen und sozialen Maßgaben: Sie fördern die Armutsbekämpfung, unterstützen Minderheiten, beachten Geschlechtergerechtigkeit und unterstützen Bildung und Gesundheit vor Ort. Zentral für die Auswahl und Durchführung der Projekte ist das Sicherstellen des CO2-Ausgleichs. Ein dauerhaftes Monitoring überwacht die Durchführung der Projekte und damit die tatsächlichen Einsparungen und die Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung.
 
Wie sind die Gründer/innen auf die Idee gekommen Klima-Kollekte zu gründen?
Die Industrienationen sind Hauptverursacher des Klimawandels. Von den Auswirkungen des Klimawandels sind jedoch vorrangig Menschen in Ländern betroffen, die gar nicht oder wenig zum Problem beigetragen haben und nicht über die finanziellen Mittel für nötige Schutzmaßnahmen und Anpassungskosten verfügen. Deswegen ist es eine Frage der Gerechtigkeit, wenn die VerursacherInnen des Klimawandels einen Beitrag leisten, um auch in Entwicklungsländern erneuerbare Energien auszubauen oder durch Projekte der Energie-Effizienz die Lebensgrundlagen vor Ort zu verbessern.
 
Wer ist die Zielgruppe von Klima-Kollekte?
Die Klima-Kollekte bietet die Kompensation für jeden Menschen, jede Organisation, jede Gemeinde sowie Unternehmen, start-ups oder Behörden – das Angebot steht allen Interessierten offen. Beispiele für mögliche Kompensationen sind der CO2-Ausstoß einer Urlaubsreise mit dem Flugzeug, die Emissionen einzelner Unternehmensbereiche wie z.B. Mobilität, Energie, Druck oder auch der unvermeidbare Schadstoffausstoß, den Veranstaltungen, wie Konferenzen oder Tagungen, verursachen wird von der Klima-Kollekte ausgeglichen.
 
Was kostet Klima-Kollekte?
Bei der Klima-Kollekte ergibt sich der Preis für eine Tonne CO2 aus den durchschnittlichen Kosten, die bei der Durchführung der Klimaschutzprojekte einschließlich der Zertifizierung anfallen. Auch den Kleinstprojekten, die in der Entwicklung oftmals kostenintensiver sind, kommen Mittel zugute. Zudem fließt ab 1. Januar 2021 ein Euro des Tonnenpreises in die Bildungsarbeit der Klima-Kollekte, um das Engagement für den Klimaschutz zu fördern. Die Klima-Kollekte bietet den Ausgleich einer Tonne CO2 für 25 Euro an. Die Aufteilung der Einnahmen gestaltet sich dabei wie folgt: 20 EUR für Projekte, 3 EUR für Administration und 1 EUR jeweils für Kleinstprojekte- und Bildungsfonds.