Klimaschutzpläne der Staaten des Pariser Klimaabkommens verfehlen Zwei-Grad-Ziel stark

2 Grad Ziel

07.03.21 – Im Pariser Klimaabkommens hatten sich 196 Staaten im Jahr 2015 auf eine Begrenzung der Erwärmung des Weltklimas auf deutlich unter zwei Grad Celsius geeinigt. Eine aktuelle Auswertung des Uno-Klimasekretariats der bisher eingereichten Klimapläne der Mitgliedsstaaten zeigt allerdings, dass mit den bisher geplanten Maßnahmen das Zwei-Grad-Ziel nicht erreicht werden wird. Analysiert wurden insgesamt 48 neue und aktualisierte Klimastrategien, die den Klimaschutz von 75 Ländern repräsentieren und etwa 30 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen abdecken.

Die gesamten Emissionen werden verglichen mit dem Referenzjahr 1990 im Durchschnitt nur um 0,7 Prozent sinken, gegenüber 2010 sogar nur um 0,5 Prozent. Laut IPCC wäre zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels aber eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 45 Prozent bis 2030 gegenüber dem Jahr 2010 nötig. Davon sein man aber mit den aktuell vorliegenden Klimaplänen weit entfernt.

Die analysierten Klimapläne decken allerdings nur 30% der weltweiten Emissionen ab. Der größte Teil der Staatengemeinschaft hat bisher noch keine neuen Klimaschutzpläne eingereicht, wie z.B. China, Japan, Indien, Indonesien und die neu wieder beigetretenen USA. Daher besteht noch Hoffnung auf Zielverschärfungen.

Foto: © Pixabay

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