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Das Climate Tech-Unternehmen Planetly entwickelt eine Software, mit der Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck berechnen, analysieren, reduzieren und kompensieren können. Die Software soll die Datenerfassung automatisieren, sodass CO2-Emissionen fortlaufend analysiert und dauerhaft reduziert werden. Unternehmen können mithilfe eines digitalen Fragebogens ihre Daten eingeben, die anschließend in einer Emissionsübersicht dargestellt und ausgewertet werden. Auf der Grundlage dieser Fußabdruck-Analyse erhält das Unternehmen einen Maßnahmen-Plan mit Lösungen zur Reduktion der Emissionen.

Die Vorschläge reichen von simplen Methoden wie dem Wechsel des Stromanbieters bis hin zu individuellen Maßnahmen, etwa die Umstrukturierung des Versandhandels. Das primäre Ziel ist stets, Unternehmen Lösungen zur Reduktion von CO2-Emissionen zu bieten. Für den Teil des CO2-Fußabdrucks, der anschließend noch bestehen bleibt, stellt Planetly ein Ausgleichsportal für Klimaschutzprojekte bereit. Dort können die Unternehmen zur Kompensation ihrer CO2-Emissionen Zertifikate kaufen, mit denen Sie ausgewählte Klimaprojekte unterstützen.

Kategorie: Für Unternehmen / Klimaschutzberatung & Analytik
Webseite: https://www.planetly.org

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Interview mit Anna Alex, Planetly Gründerin und Chief Customer Officer
Seit wann gibt es Planetly?
Anna Alex und Benedikt Franke haben Planetly Ende 2019 in Berlin gegründet.
 
Was bietet Planetly?
Planetly ist ein Technologie Start-up mit der Mission, die Geschäftswelt klimaneutral zu gestalten. Unsere Software hilft Unternehmen bei der Einführung und Automatisierung des CO2-Managements, von der Datenerfassung über Reduktionsstrategien bis hin zu Kompensationsmaßnahmen. Wir sind sozusagen die One-Stop-Solution für Klimaneutralität.
 
Wie hilft Planetly bei der Reduzierung von THG / CO₂
Immer mehr Unternehmen wollen ihre Klimabilanz verbessern. Bislang ist allein die Erfassung des CO2-Fußabdruckes allerdings noch ein sehr manueller Prozess und vornehmlich Beratungsfirmen vorbehalten. Und genau hier setzen wir an: Wir schaffen im ersten Schritt Transparenz über die Hotspots, sprich die größten Emissionsquellen, um dann genau dort mit den Reduktionsmaßnahmen anzusetzen. Dafür bieten wir Unternehmen ein Softwaretool und Datenauswertung für ihr CO2-Management an. Unsere Kunden nutzen Planetly gegen eine monatliche Gebühr als Software-as-a-Service-Modell (SaaS): Nach der Dateneingabe und -auswertung erhalten sie wissenschaftlich basierte, automatisiert erstellte Empfehlungen für ihre CO2-Reduktion. In einem zweiten Schritt bieten wir ihnen zusätzlich Vorschläge zu Projekten, mit denen der Ausstoß kompensiert werden kann, der sich nicht vermeiden lässt. Dies ist ein sich immer wiederholender Prozess, der zu positiven Veränderungen bei der CO2-Bilanz führt.
 
Wie sind die Gründer auf die Idee gekommen Planetly zu gründen?
Im Sommer 2019 schloss ich mich den „Leaders for Climate Action“ an, einer Klimaschutzinitiative, die von mehr als 100 digitalen Unternehmern in Deutschland ins Leben gerufen wurde. Inspiriert von den Zielen der Initiative wollte ich den CO2-Fußabdruck von Outfittery messen und war erstaunt von der Tatsache, dass dafür ein Berater mit Exceltabellen durch unser Unternehmen lief und die Berechnung komplett manuell stattfand. Mein Gedanke war: Der CO2-Fußabdruck ist die wichtigste KPI der Menschheit – das muss doch im digitalen Zeitalter besser gehen.
 
Ein paar Wochen später traf ich mich mit Benedikt Franke, den ich kenne, seit wir beide bei Rocket Internet gearbeitet haben. Es war ungefähr zu der Zeit, als Australien brannte, und wir diskutierten über diese Naturkatastrophe. Es dauerte nicht lange, bis wir uns darüber im Klaren waren, dass die Klimakrise die größte Herausforderung ist, vor der die Menschheit je gestanden hat. Als Unternehmer ist unsere natürliche Reaktion auf ein Problem nicht, Geld zu spenden. Unsere natürliche Reaktion ist, ein Unternehmen zu gründen. Und das ist es, was wir getan haben. Wir glauben, dass wir mit unserem unternehmerischen Know-how unsere Fähigkeiten investieren müssen, um an der größten Herausforderung zu arbeiten, vor der wir derzeit stehen: Werkzeuge zu bauen, um den Klimawandel zu bekämpfen.
 
Wer ist die Zielgruppe von Planetly?
Planetly richtet sich an alle Unternehmen, die ihren CO2-Fußabdruck messen, managen, reduzieren und ausgleichen und somit einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten wollen. Wir arbeiten mit Kunden aus fast allen Industrien und Branchen zusammen, sei es regionale KMUs oder international agierende Mittelständler und Konzerne. Wir haben zudem einen kostenfreien Estimator, passend besonders für kleine Unternehmen und alle, die ein erstes Verständnis vom Umfang Ihres CO2-Fußabdruckes gewinnen wollen: https://www.planetly.org/estimator/
 
Was kostet Planetly?
Planetly erhebt eine monatliche Software-Lizenzgebühr, die sich nach Größe der Firma (Standorte, Nutzer) sowie Umfang der Analyse richtet. Die Kosten für den CO2-Ausgleich richten sich nach den vom Kunden ausgewählten Projekten, die wiederum abhängen von der Geografie, der Technologie sowie den sozialen CO-Benefits. Und für den ersten Eindruck des CO2-Fußabdrucks gibt es den oben genannten Estimator.