Plastic2Beans

Plastic2Beans will mit seinem Kaffee-Shop das Kunststoffrecycling in Entwicklungsländern unterstützen und nachhaltiger machen. Kunststoff kann bis zu acht Mal recycelt werden. Plastic2Beans will das Know-how, die Technologie und das Startkapital für die Entwicklung eines Recycling-Kreislaufs nach Äthiopien bringen, sodass dort weniger Plastik neu produziert und importiert werden muss. Zur Finanzierung handelt das Unternehmen mit Bio Speciality Coffee direkt von kleinen Bauern vor Ort, ohne Zwischenhandel. Für Büros wird ein „Bürokaffee-Abo“ angeboten: jedes Paket deckt den monatlichen Kaffeebedarf von etwa sieben Mitarbeitern. Im „Kaffee Shop!“ können Kaffeefeinschmecker zudem diverse Sorten online bestellen, z. B. „schokoladig-karamelligen Espresso Blend“.

Plastic2Beans will dazu beitragen, dass in Äthiopien weniger PET-Plastikflaschen verbrannt werden und entsprechend auch weniger Rohöl für neue Kunststoffe eingesetzt wird. Als Lösung soll eine PET Bottle-to-Bottle Recyclinganlage errichtet werden. Die Realisierung könnte pro Jahr 25.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Plastic2Beans wird vom Social Impact Lab Bonn, vom Gründerstipendium NRW und von weiteren Förderern unterstützt.

Kategorie: Für Verbraucher / Plastikersatz
Webseite: https://plastic2beans.com

Plastic2Beans Webseite
Plastic2Beans

 

Interview mit Dr. Kalie Cheng, Gründer und Geschäftsführer
Seit wann gibt es Plastic2Beans?
Wir haben uns im November 2018 gegründet.
 
Was bietet Plastic2Beans?
Wir sind ein Purpose-Unternehmen und bieten mit unserem Geschäftsmodell außergewöhnlichen Impact. Durch die Entwicklungszusammenarbeit mit Äthiopien im Bereich Kunststoff-Recycling fördern wir einen nachhaltigeren Umgang mit Kunststoffen.
 
Unsere Kund*innen in Deutschland erhalten im Gegenzug direkt gehandelten Specialty Coffee höchster Qualität und unterstützen mit jeder Tasse Kaffee wiederum unsere Vision. Deswegen lautete unser Motto “Schlürfen for a better world.”
 
Wie hilft Plastic2Beans bei der Reduzierung von THG / CO₂
Indem wir eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe in Äthiopien mitgestalten, lassen sich enorme Mengen an CO2 einsparen. Eine Recyclinganlage für PET-Flaschen spart beispielsweise 25.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.
 
Auch im Kaffeebereich stellen wir uns möglichst nachhaltig auf. So haben wir als erstes Unternehmen Mehrwegflaschen aus Glas als Kaffeeverpackung eingeführt. Wenn das Potential dieses System richtig genutzt wird, sind Mehrwegflaschen allen anderen Verpackungen in puncto Nachhaltigkeit und CO2 Fußabdruck weit überlegen.
 
Wie sind die Gründer auf die Idee gekommen Plastic2Beans zu gründen?
Durch ein zufälliges Treffen in einem Kölner Schwimmbad. Dort habe ich den gebürtigen Äthiopier Abiye kennen gelernt. Daraus ist die Idee entstanden, nachhaltigen Handel und Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Kunststoff und Kaffee zu machen.
 
Wer ist die Zielgruppe von Plastic2Beans?
Das kommt ganz drauf an. Unseren Kaffee bieten wir direkt an Endkund*innen an, für Büros als nachhaltigen Betriebskaffee und für Einzelhändler, die sich über ein Produkt mit herausstechendem Impact vom Einheitsbrei abheben möchten.
 
Im Recyclingbereich arbeiten wir mit Kunststoffverarbeitern in Äthiopien und Vertretern der Recyclingbranche und Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland zusammen. Für eine bessere Vernetzung haben wir den Verein Circular Economy for Africa mitgegründet.