Studie: Klimawandel könnte eine Schlüsselrolle bei der Corona-Pandemie gespielt haben

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07.02.21 – Forscher der Universität Cambridge haben einen Mechanismus aufgedeckt, durch den der Klimawandel eine direkte Rolle bei der Entstehung von SARS-CoV-2 gespielt haben könnte. Die neue Studie, die in der Fachzeitschrift „Science of the Total Environment“ veröffentlicht wurde, zeigte großflächige Veränderungen in der Art der Vegetation in der südchinesischen Provinz Yunnan und den angrenzenden Regionen in Myanmar und Laos während des letzten Jahrhunderts.

Klimatische Veränderungen, einschließlich des Anstiegs der Temperatur, des Sonnenlichts und des atmosphärischen Kohlendioxids – die das Wachstum von Pflanzen und Bäumen beeinflussen – haben die natürlichen Lebensräume von tropischem Buschland zu tropischer Savanne und Laubwäldern verändert. Dadurch wurde eine geeignete Umgebung für viele Fledermausarten geschaffen, die überwiegend in Wäldern leben. Die Anzahl der Coronaviren in einem Gebiet ist eng mit der Anzahl der vorhandenen Fledermausarten verknüpft.

Die Studie ergab, dass im vergangenen Jahrhundert 40 zusätzliche Fledermausarten in die südchinesische Provinz Yunnan eingewandert sind, die etwa 100 weitere Arten von durch Fledermäusen übertragene Coronaviren beherbergen. Dieser globale Hotspot ist die Region, in der genetische Daten darauf hindeuten, dass SARS-CoV-2 entstanden sein könnte.

Foto: © Pixabay

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